_Auf den Spuren der Geschichte
Eine Film-Dokumentation über Nazi-Deutschlands Krieg gegen die Sowjetunion 1941 – 1945
Zwei Teile aus dem Film-Zyklus fesselten die Aufmerksamkeit der zahlreichen Gäste in der Villa Ichon am 26. Februar. Gezeigt wurden die Teile: 22. Juni 1941 – der deutsche Überfall auf die Sowjetunion (45 min.) und Schlacht um Berlin – bis hin zur Unterzeichnung der Kapitulation in Berlin-Karlshorst am 8./9.Mai 1945 (45 min.). Weitere Filme sind auf YouTube verfügbar. Zum Beispiel dieser über die Verteidigung von Stalingrad: https://www.youtube.com/watch?v=As64q7-MqYU
Ein Dokument amerikanisch-sowjetischer Geschichtsbetrachtung
Was macht diese amerikanisch-sowjetische Koproduktion, ausgestrahlt in der Bundesrepublik Deutschland 1981, so bedeutsam? Der Überfall am 22. Juni 1941, geplant als Vernichtungsfeldzug, kostete 40 Millionen Menschenleben, davon allein 27 Millionen Opfer der Sowjetunion, die den größten Anteil am letztendlichen Sieg über den Hitlerfaschismus zu tragen hatte. Keine Familie, die nicht davon betroffen war, die Erinnerung daran ist noch heute allgegenwärtig.
Aktuell sind wir täglich in den Nachrichten Zeugen erneuter Raubzüge und Weltherrschaftspläne, die sich angesichts heutiger Waffentechnik leicht zu einem globalen Inferno entwickeln können.
Warum dann diese Kriegsfilme?
Sie hinterlassen Nachdenklichkeit und machen gleichzeitig Mut, sich dem entgegenzustellen.
Es sind nicht die Szenen von Geschützdonner, brennenden Städten und Bombern:
Uns wird einerseits die die ganze Abscheulichkeit dieser NS-Weltherrschaftspläne und ihre Blutspur vor Augen geführt. Gleichzeitig erleben wir eindrucksvoll, wie stark jedes Volk ist, wenn es gemeinsam sein Lebensrecht verteidigt. Nur eine Friedensordnung, die alle Länder und Völker gleichberechtigt, unabhängig von ihrer staatlichen Struktur, einbezieht, kann eine gedeihliche Zukunft gewähren.
Filmdokumente, die zum Selber denken anregen
Die Film-Serie weckt Verständnis dafür, dass die gegenwärtige Brandmarkung als Feindbild durch Deutschland mit Aussicht auf einen erneuten direkten Krieg für die Menschen in der Russischen Föderation unterträglich sein muss. Und dass es für unser eigenes Wohlergehen – besser: Überleben – keinen anderen Weg als den der Verständigung, des Interessenausgleichs und der guten Nachbarschaft mit diesem größten Land der Erde geben kann. Genau dafür stehen die Deutsch-Russischen Friedenstage, und genau deshalb ist diese im Netz verfügbare Serie sehr zu empfehlen.
Text: Redaktion
Abbildung: Wilhelm Keitel unterzeichnet in Karlshorst am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation
















