Die Ausstellung „Nikolai Roerich – Frieden durch Kultur“ wurde auf Initiative mehrerer Vereinsmitglieder in Zusammenarbeit mit der Deutschen Roerich-Gesellschaft vorbereitet und durchgeführt. Ziel war es, Leben, Werk und kulturpolitisches Engagement des Künstlers, Forschers und Humanisten Nikolai Roerich (1874–1947) einem breiteren Publikum vorzustellen.

Die Ausstellung vermittelte anhand von Informationstafeln, Dokumentarfilmen und Bildmaterial einen Überblick über Roerichs künstlerisches und gesellschaftliches Wirken. Thematisiert wurden unter anderem seine Tätigkeit als Maler, seine Forschungsreisen sowie sein Engagement für den Schutz von Kulturgütern. Besonderes Augenmerk galt dem von ihm initiierten „Banner des Friedens“ und dem 1935 unterzeichneten Roerich-Pakt-der Basis der heutigen Haager Konvention zum internationalen Schutz von Kulturgut.

Staatsrätin für Kultur würdigt die hohe Qualität der Ausstellung

Die Ausstellung wurde am 21. Mai 2026 in der WeserArt Galerie im Weserpark Bremen eröffnet. An der Eröffnungsveranstaltung nahm unter anderem Carmen Emigholz, Staatsrätin für Kultur der Freien Hansestadt Bremen, teil. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Vadim Kulitzky (Gitarre) und Axel Figur (Klavier).

Ergänzt wurde die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm, das vom Verein Deutsch-Russische Friedenstage Bremen unterstützt wurde. Den Auftakt bildete ein Reisebericht von Jens Derner über seine Begegnungen mit dem Werk Roerichs am Baikalsee und seine Eindrücke einer Reise nach Sibirien.

Ein weiterer Programmpunkt war der Vortrag der Kunsthistorikerin Barbara Alms, ehemalige Leiterin der Städtischen Galerie Delmenhorst. Sie stellte verschiedene Schaffensphasen Roerichs vor, darunter seine frühen Arbeiten zur altrussischen Kultur, die bekannten Himalaya-Gemälde sowie seine Mitwirkung am Ballett „Le Sacre du Printemps“. Zudem wurde auf die Verbindung zwischen seinem künstlerischen Schaffen und seinem gesellschaftlichen Engagement eingegangen.

Auf den Spuren Nikolai Roerichs durch Russland

Larissa und Thomas Meyer-Bohé berichteten anhand von Fotografien, persönlichen Erfahrungen und Sammlungsobjekten über ihre Begegnungen mit Nikolai Roerich in Novosibirsk und im Altai-Gebirge.

Beatrice Schunke und Frank Schlütter präsentierten Eindrücke einer Gebirgstour im Altai-Gebirge und berichteten über ihre Begegnungen mit Orten, die mit dem Wirken Roerichs verbunden sind, insbesondere im Gebiet der Belucha und des Uimon-Tals.

Ein weiterer Schwerpunkt des Begleitprogramms war ein Informationstag zum 90-jährigen Jubiläum des Roerich-Paktes. Vorträge und Dokumentarfilme der Deutschen Roerich-Gesellschaft befassten sich mit der Entstehungsgeschichte des Paktes, der Zentralasiatischen Expedition Roerichs sowie mit Fragen des internationalen Kulturgüterschutzes. Beiträge von Halina Schneider und Dr. Ekaterina Shchus widmeten sich der aktuellen Bedeutung dieser Themen.

Halina und Rainer Schneider von der Deutschen Roerich-Gesellschaft

Dr. Ekaterina Shchus von der Deutschen Roerich-Gesellschaft

Die Ausstellung und das Begleitprogramm wurden von Besucherinnen und Besuchern aus Bremen sowie aus anderen Regionen Deutschlands besucht. Die Resonanz verdeutlichte das anhaltende Interesse an Roerichs Kunst, seinen kulturpolitischen Ideen und dem Thema Kulturgüterschutz.
Dank gilt Herrn Gaber vom Weserpark und der WeserArt Galerie für die Bereitstellung der Ausstellungsräume und die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung.

Die Ausstellung endete am 26. Juni 2026 mit einer durchweg positiven Bilanz. Sie bot Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit dem Werk Nikolai Roerichs und seinen Vorstellungen von kultureller Verständigung und dem Schutz des kulturellen Erbes.

Unten sehen Sie die Videos:

  • Frieden durch Kultur – Vortrag von Halina Schneider
  • Nikolai Roerich über die Rolle der Kultur für die Menschheit – Vortrag von Frau Shchus

Text: Beatrice Schunke
Abbildungen: Beatrice Schunke
Videos: Deutsche Roerich-Gesellschaft e. V.