„Von deutschem Boden soll nur noch Frieden ausgehen!“*: Bremen richtet um den 3. Oktober die zentralen Feiern zur deutschen Wiedervereinigung aus. Grundlage für die Wiedervereinigung ist der „2-plus-4-Vertrag“, der 1990 feierlich unterzeichnet wurde. Möglich wurde diese Entwicklung durch die aktive Unterstützung der sowjetischen, später russischen, Regierung.
Was ist aus dieser Zukunftsdividende geworden? Mehr als 30 Jahre nach der Inkraftsetzung des Grundlagenvertrages sind die Beziehungen zu unserem russischen Nachbarn auf einem Tiefpunkt angelangt.
Wider alle Versprechen ist die NATO an die Grenze Russlands vorgerückt. Russische Sicherheitsinteressen werden konsequent ignoriert. Massive Sanktionen zerstören die bisher erfolgreichen Wirtschaftsbeziehungen und Deutschland soll erneut „kriegstüchtig“ werden.
Deutsche Initiativen zur Entspannung der wachsenden militärischen Konfrontation oder zur Lösung des Konfliktes um die Ukraine sind nicht in Sicht. Die Aufrüstung für den nächsten Krieg läuft, ist kaum noch zu stoppen. Russland soll – wieder einmal – ‚ruiniert werden‘. Nach zwei Weltkriegen, die von unserem Land ausgegangen sind, eine beängstigende Entwicklung!
Wie zum Hohn soll in dieser Vorkriegssituation am 1. Oktober die NATO mit dem „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“ ausgezeichnet werden …
Wir mischen uns ein
In dieser angespannten Lage können wir nicht still sein. Wir, die wir uns als Verein weiterhin für friedliche Beziehungen und den Ausbau bzw. Neubau von Brücken zur Russischen Föderation einsetzen, sehen uns vor einem Scherbenhaufen. Diesen „verdanken“ wir im Wesentlichen der konfrontativen Politik der westlichen Regierungen.
Das vorliegende Programm bietet Fakten und Einschätzungen zu dieser besorgniserregenden Entwicklung. Und es zeigt Wege zur Deeskalation! Zudem wendet es sich gegen Geschichtsklitterung und Vandalismus an sowjetischen Mahnmalen in Berlin und anderswo!
Gräber mahnen zum Frieden
Als Auftakt der Friedenstage laden wir zu einer Mitmach-Aktion zur Grabpflege auf dem Friedhof Osterholz ein. Und als Abschluss, im Rahmen der Reihe Lyrik & Musik, erwartet uns ein Kulturfest mit den Werken des beliebten russischen Lyrikers S. Jessenin.
Der Vorstand
*(Auszug aus Artikel 2 im „2-plus-4-Vertrag“, 1990 durch Außenminister Genscher unterzeichnet anlässlich der deutschen Wiedervereinigung.)




















