_Neue Petition zeichnen

Das „Russisches Haus der Kultur und Wissenschaft“ in Berlin ist für viele Menschen eine kompetente Institution, wenn es um die russische Sprache, Musik, Kultur und Wissenschaft geht. Seit Jahrzehnten dient es als beliebte Begegnungsstätte mit russischsprachigen Menschen. Das Haus beherbergt Westeuropas größte Buchhandlung für russische Literatur. Auch dies unterstreicht die Bereitschaft der russischen Seite zur Versöhnung nach immerhin 27 Millionen Toten sowjetischen Menschen, die Nazideutschland auf dem Gewissen hat.

Die Bundesregierung setzt auf Eskalation

Auf Geheiß der Bundesregierung soll auch diese letzte kulturelle Brücke zur Russischen Föderation abgebrochen werden. Dieser Schritt erfolgt im vollen Bewusstsein, dass spiegelbildlich die Goetheinstitute in Russland stillgelegt werden. Ebenso soll das russische Generalkonsulat in Bonn die Arbeit einstellen und die deutsche Regierung will die „russische Schattenflotte“ – ein Begriff, den das internationale Recht nicht kennt – noch stärker verfolgen. Weitere, völkerrechtswidrige, Sanktionen sollen darüber hinaus erneut mit der Unterstützung der EU auf den Weg gebracht werden. Das alles hat Außenminister Wadephul ausgerechnet am 1. September verkündet, 87 Jahre nachdem von deutschem Boden der II. Weltkrieg ausging. Zufall?

In den Augen des Vereins Deutsch-Russische Friedenstage Bremen (DRFT) ist die Schließungsverfügung und die Vertreibung der Mitarbeiter der falsche Weg. Bietet doch gerade die Kultur Anknüpfungspunkte für Völkerverständigung und Dialog, die aktuell wichtiger denn je sind.

Keine Zeit verlieren

Der Verein DRFT unterstützt die schnelle Reaktion die Alexander von Bismarck, mit seiner Petition, die dieser sofort nach der Bekanntgabe der Schließungsabsicht initiiert hat. Dort heißt es unter anderem:

„Es wäre falsch und kurzsichtig, die letzten Foren des öffentlichen und kulturellen Austauschs den aktuellen Spannungen zu opfern. Wir rufen die Bundesregierung auf, die Entscheidung zur Schließung zu überdenken und rückgängig zu machen. Dieser Schritt würde den Frieden nicht fördern, aber den zivilgesellschaftlichen Austausch beschädigen und die Spirale der Konfrontation weiter anheizen. Denn Kultur ist unsere letzte Chance auf Verständigung und Dialog, wenn die Politik an ihre Grenzen stößt.“

Hier geht es zur Petition auf der Plattform change.org

https://www.change.org/p/bismarck-dialog-ruft-auf-das-russische-haus-in-berlin-zu-erhalten/

Text: Redaktion
Foto: Archiv des Vereins