Mit einem auffälligen Beitrag mischt sich der Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e. V. (DRFT) in die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ein. Auf 13 überdimensionalen Plakaten bringt der Verein im Bremer Stadtbild sein Anliegen zum Ausdruck. Dort heißt es in großen Lettern:
Frieden und Sicherheit in Europa sind nur mit Russland möglich, und nicht gegen Russland
Im Begleittext, verfügbar auch über QR-Code, zu den Werbetafeln beschreibt der Verein sein Grundanliegen für die Öffentlichkeit: Es wird für die Rückkehr zur politischen Vernunft geworben. Kriegsvorbereitung und Aufrüstung lehnen die Vereinsmitglieder ab! Dazu gehört auch der im Vorfeld der Einheitsfeier durch Verteidigungsminister Pistorius im Bremer Rathaus verkündete Wandel Bremens hin zur NATO-Drehscheibe – und auch die (bittere) ‚Freude‘ über die milliardenschweren Rüstungsaufträge für Bremer Konzerne. Dieser gefährliche Weg in eine ‚heiße‘ militärische Konfrontation durch die Verschwendung von Steuergeldern wird abgelehnt. Diplomatie, konkrete Vorschläge für beiderseitige Abrüstungsschritte und für ein Modell einer zukünftigen gemeinsamen Sicherheitsstruktur in Europa könnten zur Basis für einen neuen Vertrauensbildungsprozess zwischen Deutschland und der Russischen Föderation werden.
Zur Motivation für diese plakative Wortmeldung verweist der Verein auf sein Selbstverständnis als Gemeinschaft von Menschen, die für Völkerverständigung und ein friedliches Miteinander eintreten. So ist man gespannt, wie die Öffentlichkeit auf diesen Impuls für eine neue Entspannungspolitik reagiert.
Text: Redaktion
Abbildungen: Archiv des Vereins




















