Friedenspolitik in Bremen: Hartmut Drewes – Für eine Welt ohne Krieg und Gewalt
Nach Monaten intensiver Vorbereitungen durch die Herausgeber Barbara Alms und Gerhard Schäfer konnte am 5. Februar das Buch Friedenspolitik in Bremen. Hartmut Drewes – Für eine Welt ohne Krieg und Gewalt vorgestellt werden. Es ist ein „Monument der Friedensbewegung“ entstanden, ein in der Friedenspublizistik unvergleichliches Buch der Erinnerung, Reflexion und Ermutigung.
Im voll besetzten Wall-Saal der Stadtbibliothek Bremen versammelten sich Menschen aus verschiedenen Strömungen der Friedensbewegung, um dem Erscheinen dieses Druckwerks beizuwohnen. Den musikalischen Rahmen setzte das Zupfinstrumente-Ensemble „Trio Volante“ mit Tatjana Zabel, Halina Nazarenka und Waldemar Zabel. Bernd Fischer brachte zur Einstimmung Erich Frieds „Du liebe Zeit“ zu Gehör.
Moskau – Ein Wintermärchen
„Wer nicht in Moskau gewesen ist, hat die Schönheit nicht gesehen“
„Кто в Москве не бывал, красоты не видал“
Dieses bekannte russische Sprichwort findet sich bereits in der russischen Literatur des frühen 19. Jahrhunderts – also der Zeit Puschkins – und beschreibt auch heute in touristischen Werbeprospekten die beeindruckende Pracht und die Einzigartigkeit der stolzen russischen Hauptstadt.
Um den speziellen Zauber dieser Stadt zwischen dem Ende eines Alten und dem Beginn eines Neuen Jahres zu erleben, wenn üppiger weihnachtlicher Glanz, leichter Schneefall und -10 Grad diese Stadt zusätzlich verzaubern, sind wir vom 28.12.25-05.01.26 nach Moskau gereist.
Ausgewählte russische Märchen bezaubern jung und alt
Russische Märchen, vorgetragen in russischer Sprache und direkt im Anschluss die Rezitation der deutschen Übersetzung, haben nach wie vor eine hohe Anziehungskraft. Im voll besetzten Saal waren zahlreiche junge Gäste und viele Russischsprachige waren auch gekommen.
Ausstellung zur Blockade von Leningrad sucht Veranstalter
_Kostenfrei zu verleihen
Der Verein Deutsch_Russische Friedenstage Bremen e. V. verfügt über eine fundierte Ausstellung zur Blockade von Leningrad von September 1941 bis Januar 1944. Entstanden ist diese Präsentation 2019, anlässlich des 75. Jahrestages des Endes der Blockade. Gezeigt wurde sie bisher in Hamburg, Bremen, Marburg, dem Friedensfestival Pax Terra Musica in Friesack und der Gedenkstätte Lager Sandbostel /Nds (nach 3 Tagen durch die Geschäftsführung gecancelt).
Zauberer Viktor sorgt für begeisterte Stimmung
Am 8. Dezember veranstaltete unser Verein Deutsch-Russische-Friedenstage die diesjährige Weihnachtsfeier. Mehr als 60 Gäste kamen zusammen und freuten sich über ein herzliches Miteinander sowie über den Zauberer Viktor, der das Publikum mit seinen verblüffenden Tricks immer wieder zum Staunen brachte.
Im Rahmen einer kleinen Tombola wurden zur besonderen Freude der Gewinnerinnen und Gewinner auch hübsche Geschenke verlost.
Abschied von Rolf Becker
Die Nachricht vom Tod des Schauspielers Rolf Becker erfüllt die Mitglieder des Vereins Deutsch-Russische Friedenstage Bremen (DRFT) mit tiefer Trauer und zugleich warmen Gedanken an diesen ungewöhnlichen Menschen. Stets haben wir ihn als engagierten Künstler erlebt, der sein Können und seine Stimme für Frieden, Freundschaft und Solidarität mit den Geschundenen dieser Erde eingesetzt hat.
Ikonen-Vortrag gibt Denkanstöße zu diesem bedeutenden Thema der Kulturgeschichte
(ho/tmb) Das Thema „Ikonen aus Russland und aus dem Abendland und ihre wechselseitigen Beeinflussungen“ motivierte ein überraschend großes Publikum zum Besuch der Veranstaltung in der Villa Ichon am 25. November 2025. Vortragender war Prof. Dr. Meyer-Bohé, uns bereits bekannt durch seine Ausstellung (2023) über die Transsibirische Eisenbahn. Das Referat wurde gerahmt durch eine umfangreiche Ausstellung über die Bedeutungen, die Inhalte und Formen der Ikonen. Im Mittelpunkt der Ausführungen standen jedoch die Zusammenarbeit und die wechselseitigen Beeinflussungen zwischen Ost und West. Diese zu vertiefen, ist das aktuelle Kernanliegen des Vereins Deutsch-Russische Friedenstage schlechthin: den nutzbringenden wechselseitigen Austausch unter den Nachbarn – neigh barn = nahe Geborenen – Deutschland und Russland aufzuzeigen und zivilgesellschaftlich zu fördern: es geht nur „zusammen – meste!“
Unseren Leserinnen und Lesern empfehlen wir die Lektüre der folgenden Zusammenfassung aus der Feder des Autors.
Russische Märchen und die Suche nach Wahrheit
Dienstag, 16. Dez., 18 Uhr
Andreas-Gemeinde
Werner-von-Siemens-Straße 55, Bremen Horn-Lehe
Diese ausgewählten russischen Märchen versprechen einen unterhaltsamen Abend. Freuen Sie sich auf: „Das Rübchen“ / „Репка“, „Der Fischer und das Fischlein“ / „Сказка о рыбаке и рыбке“, „Ruslan und Ljudmila“ A. Puschkin / „Руслан и Людмила“ und „Moros Iwanytsch“ / „Мороз Иваныч“.
Vorbildliche Inklusion und Deutschunterricht an Moskauer Schulen
Im Rahmen unserer zehntägigen Gruppen-Reise, 12 Personen, nach Moskau und St. Petersburg Anfang September 2025 haben wir an einem Tag zwei Schulen besucht. Die Begegnung war vermittelt durch eine unserer Reiseteilnehmerinnen (I. Baumann), die vor Jahren im Rahmen einer Konferenz in Moskau („Russisch als Herkunftssprache im Ausland“) einige Schulen besuchte und diese ausgewählt hat. In den nächsten Jahren gab es jeweils mehrere Austausche zwischen Bremen und Moskau auf Schülerinnen- und Kolleginnen-Ebene.
Großer Applaus für FRIEDENSTÖNE in der Kulturkirche
Musik und Lyrik im Interesse einer friedlichen Welt ohne Krieg und Gewalt standen am Montag, dem 10. November, in der Kulturkirche Stephani auf dem Programm. Das Konzert FRIEDENSTÖNE begeisterte das zahlreich erschienene Publikum mit Werken der Klassik und russischen Volksmelodien.
Hauke Ritz – Der Konflikt mit Russland und seine kulturelle Dimension
Die zahlreichen Besucher im gut gefüllten Olberssaal des Hauses der Wissenschaft verfolgten am 1. Oktober gespannt den teilweise überraschenden Ausführungen des Referenten – mit dem Ergebnis einer intensiven und sachlichen Abschlussdiskussion.
Ikonen aus Russland und dem Abendland und ihre wechselseitigen Beeinflussungen
_Vortrag anhand von Vorlagen
Thomas Meyer-Bohé
Dienstag, 25. Nov., 19 Uhr
Villa Ichon, Goetheplatz 4, Bremen
Ikonen stehen bei uns für Orthodoxie, für Russland, für Griechenland, für Konstantinopel, auch für Sinai. Aber nicht nur dort, sondern auch im Westen, im Abendland, besonders in der katholischen Kirche, haben Ikonen Ihren Platz. Ikonen haben sogar die moderne Malerei beeinflusst.
Lebendiges Kulturleben in Russland
Mit seinen locker, sachlich und verständlich vorgetragenen Ausführungen verstand es Ivan Rodionov mit vielen Vorurteilen über den heutigen russischen Kulturbetrieb aufzuräumen.
FRIEDENSTÖNE – Musik & Lyrik
Ach, am 1. Krieg, da hat niemand Schuld.
Und am 2. Krieg ist dann doch jemand schuld.
Doch den 3. Krieg habe ich selbst verschuldet,
hab die machen lassen, hab ihr Treiben geduldet!
Wir laden ein zu einem Statement der geschichtsbewussten, friedensfähigen und friedenswilligen Mitmenschen. Mit Musik, Gesang und Rezitation als unser Beitrag, mit Kunst und Kultur Brücken zum Frieden zu bauen.
Eugen Drewermann stellte einen Dichter der Menschlichkeit vor
Fjodor Dostojewskis Werke, von denen es heißt, sie spiegelten „die russische Seele“, beschäftigen sich mit allen Aspekten und Tiefen der menschlichen Seele. Dass dabei der Glaube, die Religiosität, eine besondere Rolle spielt, mag man für ‚typisch russisch’ halten. Der Theologe und Psychoanalytiker E. Drewermann verdeutlicht hingegen, dass dies konstitutiv sei für jegliche Menschenliebe: Der russische Dichter Dostojewski als ein starkes Beispiel für den Glauben an das Ideal der Menschlichkeit.
Für Kenner der Werke Dostojewskis ist es sicher ein Genuss, zu hören, wie er die Personen und Themen der verschiedenen Romane zusammenführt – hin zu einer grundlegenden Infragestellung des modernen (gewinnorientierten) Lebens. Für Neulinge: ein Ansporn, die Intensität der dargestellten menschlichen Schicksale für eine erneute Selbstreflexion zu nutzen.
Deutsch_Russische Friedens_Tage in Russischer Botschaft
Fast 60 Mitglieder und Freunde des Vereins Deutsch_Russische Friedens_Tage (DRFT) machten sich am 15. Oktober früh morgens auf den Weg, um nach Berlin zu fahren.
Ihr Ziel: dem Botschafter der Russischen Föderation Bremer Friedens- und Freundschaftswünsche zu übermitteln.
Ihre Idee: Deutlich machen, dass es in der Bundesrepublik Deutschland viele Menschen gibt, die den expansiven und provokativen Kurs der NATO gegen die Russische Föderation ablehnen. Stattdessen setzt sich der Verein für die Rückkehr zum Dialog, zu diplomatischen Verhandlungen und eine dauerhafte europäische Friedens- und Sicherheitsstruktur ein.
Ivan Rodionov: Kulturentwicklung und -politik in Russland
Di, 28. Okt. 19 Uhr Saal Heinrichstraße 11, Bremen Der langjährige Repräsentant russischer Medienkultur in Deutschland wird versuchen, ein realistisches Bild des vielfältigen russischen Kulturbetriebs zu zeichnen. Er wird zeigen, dass Kultur in der RF durchaus etwas...
Der schwarze Stein aus Tschechows Garten
Antje Leetz
„Der schwarze Stein aus Tschechows Garten“, meine schmerzliche Liebe zu Russland
Edition Schwarzdruck
ISBN 978-3-96611-036-5
Erstveröffentlichung: 9/2024
Umstellung Buchempfehlungen
Wir haben unser System für Buchempfehlungen umgestellt. Um die Sichtbarkeit zu verbessern, veröffentlichen wir ab jetzt Buchempfehlungen als eigenständige Artikel, so dass sie sowohl in der Übersicht als auch im Newsletter automatisch erscheinen.
Besuch in Moskau und St. Petersburg – in diesen Zeiten?
Inspiriert durch Veranstaltungen, u. a. Reiseberichte des Vereins Deutsch_Russische Friedens_Tage, kamen zwölf Leute aus Bremen und umzu auf die Idee, im September 2025 selbst nach Russland zu fahren.
Drei Tage in Moskau und vier Tage in St. Petersburg erlaubten, einen ersten Eindruck der Metropole Moskau (15 Mio. Einwohner) und der Millionenstadt St. Petersburg (6 Mio. Einwohner) zu bekommen. Bei den Stadtrundfahrten mit Bus, Metro oder auch Boot in St. Petersburg war, bei sommerlichen Temperaturen, die Atmosphäre angenehm, lebendig und unaufgeregt.
September 2025: Bremer Reisegruppe besucht Moskau und St. Petersburg
Wer zurzeit eine Urlaubsreise nach Russland macht, dem glauben manche Mitmenschen nicht, dass es aus diesem Lande etwas Positives zu berichten gibt. Seit über 10 Jahren wird hier in Politik und Zivilgesellschaft ein Zerrbild Russlands vermittelt, dass sich meilenweit entfernt hat von der Lebensrealität der Menschen in Russland und der Kultur des Landes, welche so viel mit unserer Kultur zu tun hat.
Nun hat im September 2025 eine Gruppe von Bremer Bürgerinnen und Bürgern eine Kulturreise nach St. Petersburg und Moskau unternommen, um mit eigenen Augen zu „sehen“. Und zwar nicht nur vermittelt über Zweitquellen zu „hören“ – dies meist von Leuten, die nie im Land gewesen sind, zumindest nicht in den letzten Jahren. Wir wollen berichten, was wir tatsächlich gesehen, gehört, erlebt und in Tagebuchsplittern niedergeschrieben haben.
Eugen Drewermann: Fjodor Dostojewskij – Ein Dichter der Menschlichkeit
Dienstag, 21. Okt., 19 Uhr
Andreas-Kirche
Werner-von-Siemens-Straße 55, Bremen Horn-Lehe
„Kein anderer russischer Schriftsteller hat die westliche Kultur so stark beeinflusst wie Dostojewskij. Doch die „Seele“, die er seziert, ist nicht spezifisch für sein Land – es ist die des modernen Menschen, der wir alle sind“. So beschreibt die Zeitung NZZ aus Anlass seines 200. Geburtstags den Einfluss des künstlerischen Schaffens von Fjodor Dostojewskij.
Große Resonanz auf den Abbruch der Leningrad-Ausstellung in Sandbostel
Die Ausstellung zum Gedenken an die Hungerblockade von Leningrad 1941-1944 „Niemand ist vergessen und nichts ist vergessen“, die vom 8.9.-7.10.2025 in der Gedenkstätte Lager Sandbostel (GLS) hätte stattfinden sollen, ist nach 2 Tagen durch die Leitung der GLS abgebrochen worden: Begründung: die Rede unseres Vorsitzenden Wolfgang Müller bei der Vernissage.
Nach dieser skandalösen Entscheidung – und nach unserer Erklärung vom 21.9. – hat uns eine Vielzahl von empörten Zuschriften erreicht, die mehrheitlich auch an die Leitung der GLS gerichtet waren. Für die dadurch ausgedrückte Solidarität mit unserer Arbeit und unseren Anliegen sind wir sehr dankbar.
Auch der Leiter der GLs hat versucht, die Entscheidung der Gedenkstätte zu erklären. Daraufhin haben wir, der Vereinsvorstand, folgende Entgegnung formuliert:
Offener Brief an Gedenkstätte Sandbostel
Die Ausstellung zum Gedenken an die Hungerblockade von Leningrad 1941-1944 „Niemand ist vergessen und nichts ist vergessen“, die vom 8.9.-7.10.2025 in der Gedenkstätte Lager Sandbostel (GLS) hätte stattfinden sollen, ist nach 2 Tagen durch die Leitung der GLS abgebrochen worden: Begründung: die Rede unseres Vorsitzenden Wolfgang Müller bei der Vernissage.
Zu diesem Vorgang hat der Bremer Verleger, Historiker und Friedenspreisträger Helmut Donat einen Offenen Brief veröffentlicht, den wir im folgenden dokumentieren:
Leningrad-Ausstellung gecancelt
Am Montag, 8. September 2025, wurde die Sonderausstellung zur Blockade von Leningrad (1941-1944) unter dem Motto „Niemand ist vergessen und nichts ist vergessen“ in der Gedenkstätte Lager Sandbostel eröffnet. Veranstalter: Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e.V. (DRFT).
Im Rahmen der Vernissage richtete Wolfgang Müller als Vorsitzender des DRFT einführende Gedanken zum Thema an die Gäste. Eine Aussprache dazu erfolgte nicht.
Am folgenden Tag wurde der Inhalt dieser Rede vom Leitungsgremium der Gedenkstätte genutzt, um die Ausstellung ohne ein klärendes Gespräch mit dem Verein abzusagen, zu schließen. Unsere Versuche, zu ermöglichen, dass die Ausstellung auch unabhängig vom Verein und von bestehenden Meinungsverschiedenheiten gezeigt werden kann, wurden abgelehnt.
Gedenkstättenleitung Sandbostel cancelt Leningrad-Ausstellung
Die Leningrad-Ausstellung in Sandbostel wurde abgesagt.
Einladung zu den 7. Deutsch_Russischen Friedens_Tagen
Der Verein Deutsch_Russische Friedens_Tage Bremen ist in großer Sorge, dass den deutsch-russischen Beziehungen irreparabler Schaden zugefügt wird. Die Bundesregierung hat das ‚Ende der Diplomatie‘ angekündigt und sieht eine blühende Rüstungsindustrie und eine allgemeine Kriegstüchtigkeit als Vision für ein starkes Europa. Wohin soll dieser Weg führen?
In Russland schlägt die jahrzehntelang wohlwollende Stimmung, die auch die Wiedervereinigung der BRD mit der DDR ermöglicht hat, um. Mittlerweile wird Deutschland von der russischen Bevölkerung wieder als Bedrohung wahrgenommen.
Reisen in Russland: Wolga und Baikalsee
Mittwoch, 17. Sept., 19 Uhr
Villa Ichon, Goetheplatz 4, Bremen
Die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Menschen Russlands gegenüber Touristen aus Deutschland – hat sie auch heute noch Gültigkeit? Jens Derner nimmt uns anhand von faszinierenden Lichtbildern mit auf die Reise und berichtet von emotionalen Begegnungen mit überwältigender Natur, Land und Leuten sowie etwas Geschichte.
Sonderausstellung: Blockade Leningrads 1941–1944: Niemand ist vergessen und nichts ist vergessen!
Die Leningrad-Ausstellung in Sandbostel ist leider abgesagt.
_Kinofilm „Нюрнберг“/Nürnberg zog die Besucher in seinen Bann
Es war ein erkenntnisreicher Abend, an diesem 21. Juni. Der Kinofilm „Нюрнберг“/Nürnberg“ hat die Nürnberger Prozesse zum Inhalt. Bekannt ist, dass bereits am 20. November 1945 vor dem Internationalen Militärgerichtshof von Nürnberg der erste der Nürnberger Prozesse gegen die Hauptkriegsverbrecher aus Nazi-Deutschland begann.
Überwältigendes Interesse am Vortrag von Günter Verheugen zum Konflikt um die Ukraine
Schnell waren die 199 Plätze im Haus der Wissenschaft, Bremen, am 10. Juni besetzt und etwa 50 weitere Gäste konnten nicht eingelassen werden. Dies zum großen Bedauern des Veranstalters, dem Deutsch_Russische Friedens_Tage Bremen e. V. Ging es doch mit dem angekündigten Vortrag: „Warum ist es zum Ukraine-Krieg gekommen – und welche Wege führen wieder hinaus?“ um ein Thema, das friedliebende Menschen erkennbar bewegt.
Mit Günter Verheugen konnte ein Referent gewonnen werden, der wie kaum ein Zweiter über Expertise in deutscher Außenpolitik verfügt. Grundlage des faktenreichen Vortrages ist das von ihm gemeinsam mit Petra Erler recherchierte und verfasste Buch „Der lange Weg in den Krieg“.
Geburtstagsfeier für Alexander Puschkin: Volles Haus und viel Applaus
Im voll besetzten Saal der Heinrichstraße, Bremen, ging es am 5. Juni feierlich zu. Die gelungene Choreografie rund um die schönsten Gedichte Alexander Puschkins über Liebe und Freundschaft begeisterte das Publikum. Das bestätigen der lang anhaltende Applaus und begeisterte Gesichter.
Anlass der Veranstaltung war der Geburtstag des Lyrikers am 6. Juni 1799.
Zur Feier des Tages wurden Liebesgedichte und Texte des Dichters an seine Freunde rezitiert. Ebenso bekannte Passagen aus Puschkins Versroman „Jewgenij Onegin“, einem Meisterwerk der russischen Literatur. Von den Zuhörerinnen und Zuhörern wird besonders geschätzt, dass die Bühnenpräsentation alle künstlerischen Werke der Lesung in russischer und deutscher Sprache beinhaltet.
Erstes bundesweites Treffen der Deutsch-Russischen Freundschaftsinitiativen
Eine kleine Delegation des Deutsch_Russische Friedens_Tage Bremen e. V. (DRFT) folgte der Einladung der „Gesellschaft für Deutsch-russische Freundschaft e. V.“ nach Berlin.
Diese Gesellschaft entfaltet seit dem 4. Oktober 2024 ihre Aktivitäten und möchte zu einem Dachverband aller regionalen Gruppen und Vereine werden, die sich für die Deutsch-russische Freundschaft engagieren. Historisch stehen hinter ihr die Erfahrungen des 1992 gegründeten Vereins „Berliner Freunde der Völker Russlands“ und davor die der „Gesellschaft der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft“, der zweitgrößten Massenorganisation der DDR, mit ihren knapp 6 Mio. Mitgliedern.
Diplomat v. d. Schulenburg spricht über Hintergründe der Friedens-Verhandlungen in Istanbul
Um es schon zu Beginn dieser Zeilen zu sagen: Der Vortrag von Michael von der Schulenburg ist gespickt mit grundlegenden Betrachtungen. Er spricht zu den politischen, ökonomischen und militärischen Interessen der verhandelnden Parteien. Wer verfolgt welche Ziele im Ukraine-Konflikt. Zugleich gibt der Referent einen fundierten Einblick, auf welchen Wegen diplomatisch ein dauerhafter Frieden erreicht werden kann. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Vortrag den Inhalten der UN-Charta. Hierin sieht der Diplomat und EU-Parlamentarier das Vertragswerk mit dem Potenzial, Frieden zu erreichen und zu sichern.
„Russland ist nicht zu ruinieren“, ist Stephan Ossenkoop überzeugt
In seinem eindrucksvollen und faktenreichen Vortrag zum Thema „Russland, BRICS und der Frieden“ machte der Referent Stephan Ossenkopp zumindest eines deutlich: Die Versuche der relativ ‚kleinen‘ EU und weniger Partnerländer, Russland durch Kriegs- und Sanktionsstress zu überfordern und zu destabilisieren, werden scheitern.
Der Referent verstand es, durch Verweis auf die Entwicklungsdynamik und die wirtschaftliche Stärke des immer größer werdenden Staatenverbundes BRICS, deutlich zu machen, dass die Russische Föderation in diesem Verbund eine entscheidende Rolle spielt. Aufgrund seiner riesigen natürlichen Ressourcen und seiner – zusammen mit China – führenden Rolle in diesem Vernetzungs- und Entwicklungsprozess ist sie wirtschaftlich und politisch so stark wie selten zuvor.
9. Mai-Gedenken: Gemeinsam für Frieden – Вместе за мир
Es war einfach überwältigend! Bei schönstem Wetter hatten sich etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Würdigung des 8. Mai 1945, dem Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg, auf dem Friedhof Osterholz eingefunden.
Dort versammelten sie sich am 9. Mai auf dem Gräberfeld NN (Ausländer), da es insbesondere um das ehrende Gedenken an jene sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter ging, die nach Bremen verschleppt und ums Leben gebracht wurden. Seit Jahren versammeln sich an diesem Ort Menschen die aus Russland, Weißrussland, Kasachstan, Ukraine, Lettland und anderen Regionen stammen, um an den Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion zu erinnern und die Toten zu ehren.
Zugleich sind diese Treffen auch immer Begegnungen mit Menschen, die aktiv friedliche und
freundschaftliche Beziehungen zur Russischen
Föderation unterstützen.


















































